{"id":158,"date":"2011-10-25T08:30:35","date_gmt":"2011-10-25T08:30:35","guid":{"rendered":"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/?page_id=158"},"modified":"2011-10-25T09:06:56","modified_gmt":"2011-10-25T09:06:56","slug":"isolator-ii-presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/filme\/isolator-ii\/isolator-ii-presse\/","title":{"rendered":"Isolator II Presse"},"content":{"rendered":"<p class=\"page-title\"><a href=\"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/?page_id=149\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/isolator2.jpg\" alt=\"Isolator II Dokumentarvideo 1996\" title=\"ISOLATOR II\" width=\"180\" height=\"120\" class=\"size-full wp-image-15\" srcset=\"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/isolator2.jpg 180w, https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/isolator2-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"page-title\"><a href=\"https:\/\/zzzfilm.com\/zzz\/?page_id=149\">\u2190 zur\u00fcck<\/a><\/p>\n<p>RHEINISCHE POST<br \/>\nNr. 261, Samstag, 9. November 1996<\/p>\n<p>Der Isolator sch\u00fctzte Hans Werner Knechten vor t\u00f6dlichen Infektionen. Film \u00fcber Knochenmarktransplantation \/ Ein H\u00f6hepunkt des Festivals<\/p>\n<p>Rheinhauser Feuerwehrmann \u00fcberlebte im &#8222;Isolator II&#8220;<br \/>\nVon PETER KLUCKEN<br \/>\nEine Knochenmarktransplantation ist eine Tortur. Die k\u00f6rperlichen und seelischen Leiden, die ein Patient dabei zu erdulden hat, seien eigentlich unzumutbar, gestehen die \u00c4rzte ein: Dabei liegen die \u00dcberlebenschancen nur bei 50 Prozent. Und dennoch ist die Knochenmarktransplantation bislang die einzige M\u00f6glichkeit, bei bestimmten Krebsarten den t\u00f6dlichen Verlauf der Krankheit zu stoppen. Beim Rheinhauser Feuerwehrmann Hans Werner Knechten wurde vor etwa zwei Jahren ein solcher Krebs diagnostiziert. Die Dokumentation \u00fcber seine Behandlung in der D\u00fcsseldorfer Universit\u00e4tsklinik wurde jetzt auf der 20. Duisburger Filmwoche gezeigt. Alle Zuschauer, darunter viele Filmemacher aus Deutschand, Osterreich und der Schweiz, waren sich einig, da\u00df &#8222;Isolator II&#8220; ein H\u00f6hepunkt des Festivals war. Das lag gewi\u00df auch an der Pers\u00f6nlichkeit von Hans Werner Knechten, der den Film gewollt hat und ein Sympathietr\u00e4ger mit viel Ausstrahlung ist. Obwohl der Rheinhauser, der ein &#8222;bescheidenes, aber zufriedenes&#8220; Familienleben f\u00fchrt, vom Ernst seiner Krankheit und vom unbestimmten Verlauf der lebensgef\u00e4hrlichen Chemo-Therapie wu\u00dfte, vermittelt er stets Optimismus. Selbst in den Momenten, wo er selber nicht mehr an Heilung glauben kann, weil die st\u00e4ndige \u00dcbelkeit \u00fcberhand nimmt und die Lebenskr\u00e4fte g\u00e4nzlich zu schwinden scheinen, l\u00e4\u00dft er sich nicht fallen.<br \/>\nGalgenhumor &#8211; ganz einfach<br \/>\nEr beweist Galgenhumor, wenn er angesichts der hochtechnisierten medizinischen Untersuchungsmethoden sagt: &#8220; Wenn ich schon keine Witz mehr rei\u00dfen und nicht mehr lachen kann, dann ist mit mir etwas nicht in Ordnung. Das ist ganz einfach.&#8220;<br \/>\nHans Werner Knechten h\u00e4tte sich vermutlich nicht f\u00fcr den Film entschieden, wenn der Regisseur ein anderer als Martin Zawadzki gewesen w\u00e4re. Der Filmemacher (Jahrgang 1957), der aus Oberhausen stammt, hat vor f\u00fcnf Jahren selber eine Knochenmarktransplantation mitmachen m\u00fcssen, als alle anderen &#8222;Alternativmethoden&#8220; versagten und der Tod unmittelbar bevorstand. Vermutlich war der Film, der ihm von einem behandelnden Arzt nahegelegt wurde, auch eine Art Therapie (dieser Arzt war bei der Duisburger Premiere des Films \u00fcbrigens dabei). Da\u00df &#8222;Isolator II&#8220; dar\u00fcber hinaus auch filmisch \u00fcberzeugen kann, spricht f\u00fcr das Talent Zawadzkis. Hans Werner Knechten geht es heute wieder gut. \u00dcbrigens auch der Zuschauerin, die w\u00e4hrend des Films in Ohnmacht fiel und von den anwesenden D\u00fcsseldorfer \u00c4rzten gleich fachm\u00e4nnisch behandelt werden konnte.<\/p>\n<p>NRZ, Nummer 265, Samstag, 9. November 1996<\/p>\n<p>Film: Isolator II<br \/>\nDer Kampf ums \u00dcberleben ist einsam<br \/>\nDuisburger verk\u00f6rpert das Prinzip Hoffnung<\/p>\n<p>&#8222;Ich mu\u00df das schaffen. Ich schaff das auch.&#8220; Wie oft hat sich Hans Werner Knechten das selbst gesagt? Wie oft hat er die andere innere Stimme niedergerungen, die des schieren Verzweifelns, des schwindenden Mutes, der aufkeimenden Hoffnungslosigkeit? Wie oft in diesen sechs Wochen, in denen er hermetisch abgeriegelt von der Au\u00dfenwelt Isolierstation einer D\u00fcsseldorfer Klinik seinen einsamen Kampf gegen den Krebs in seinen Knochen gefochten hat. Allein war er dabei nicht. Ein Team um den Filmer Martin Zawadzki begleitete den fr\u00fcheren Feuerwehrmann aus Rheinhausen bei seinem schweren Weg. F\u00fcnf Jahre vorher war Zawadzki ihn gegangen. Beide waren sich dessen bewu\u00dft, da\u00df der Film &#8222;Isolator II&#8220;, der jetzt auf der Duisburger Filmwoche gezeigt wurde, mit Knechtens Tod h\u00e4tte enden k\u00f6nnen. 50 zu 50 stehen die Chancen f\u00fcr den Patienten bei einer Knochenmarktransplantation. Knechten willigte dennoch ein, ungeachtet der Konsequenzen.<br \/>\n&#8222;Weil er anderen Menschen zeigen wollte, da\u00df es immer noch M\u00f6glichkeiten gibt&#8220;, sagt seine Frau Helga. Leise seufzt sie hinzu: &#8222;Ich h\u00e4tte das an seiner Stelle nicht getan. Man gibt doch viel von sich preis.&#8220;<br \/>\nAuch Zwadazki tut das. In einigen wenigen Bildern aus seiner Isolationszeit verkn\u00fcpft er sein Schicksal mit dem Knechtens, schildert seine rastlose Suche nach anderen Auswegen und seine von Angst getriebene R\u00fcckkehr zur Einwilligung in die Operation. Aber Zawadzki will auch zeigen, wie hochtechnisiert die Krankenhauemaschine funktioniert, welcher Aufwand betrieben wird, welcher Einsatz von Mensch und Material, um ein Menschenleben zu retten. Und in dem verst\u00e4ndlichen Drang, all das erkl\u00e4ren zu wollen und erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, damit er verstanden wird, tut er manchmal des Guten zuviel, etwa wenn er Bilder aus einem Lehrfilm \u00fcber Transplantationen zeigt.<br \/>\nHans Werner Knechten ist es, der im Ged\u00e4chtnis bleibt. Seine Haltung, von\u201a Bestrahlung und Chemotherapie gezeichnet, so nah am Tod, so fern vom Leben, sagt so viel. Und als er \u00fcber den Berg ist, so nah am Leben, so fern vom Tod, sagt er: &#8222;Das Leben ist sch\u00f6n. Das sag ich Ihnen.&#8220; Und endlich als die Schranken fallen, als er nach sechs Wochen seine Frau wieder in die Arme schlie\u00dft, kann er auch weinen. In diesem, seinem schw\u00e4chsten Moment in dem Film, hat er die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke \u00dcnd sagt wortlos, was er sagen wollte: Es gibt immer noch eine M\u00f6glichkeit, solange die Hoffnung lebt.<br \/>\nUlla Saal<\/p>\n<p>epd Film 1\/97<\/p>\n<p>Ein Ort der Neugier &#8211; 20.Duisburger Filmwoche<\/p>\n<p>(&#8230;) Die M\u00f6glichkeit, Menschen in Grenzsituationen zu zeigen, nutzt, wie Eva Hohenberger in ihrem Vortrag \u00fcber die &#8222;K\u00f6rperlichkeit&#8220; im Dokumentarfilm anmerkte, dieser &#8211; anders als der Spielfilm &#8211; mit dem &#8222;Vorzug der Authentizit\u00e4t&#8220;. Ein Vorzug, der auch Fragen aufwirft, denn: Was darf man zeigen, ohne die Intimit\u00e4t des Gefilmten zu verletzen? Wie gehen wir als Zuschauer mit dem Ausdruck von Schmerz und Verzweiflung um? In IS0LAT0R II begleitet Martin Zawadzki eine Knochenmarktransplantation, eine medizinisch aufwendige und risikoreiche Prozedur, die der damals leuk\u00e4miekranke Filmemacher f\u00fcnf Jahre zuvor an sich selbst hat vornehmen lassen. Die beklemmende Reportage \u00fcber die 25 Tage des Feuerwehrmannes Hans Werner Knechten in der Isolierstation der D\u00fcsseldorfer Universit\u00e4tsklinik vollzieht in Montage und Bildgestaltung die Vernetzung des Menschen in den komplizierten medizinischen Apparat nach. Der mit dem F\u00f6rderpreis der Arbeitsgemeinschaft der Filmjournalisten (Hauptpreis an POUSSI\u00c8RES D&#8217;AMOUR) ausgezeichnete, radikal mutige Film bringt die Ambivalenz gegen\u00fcber dem medizinischen Fortschritt zum Ausdruck und fordert zur Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zum Leben und dem Preis des \u00dcberlebens heraus. Zawadzkis Blick auf den Proze\u00df dieser Knochenmarktransplantation ist kein kalt medizinischer Blick. Hinter der Kamera bleibt er als ein Autor sp\u00fcrbar, der wei\u00df, was er zeigt und wovon er spricht.<br \/>\nKlaus Gronenborn<\/p>\n<p>Nordkurier, 04.11.1997, S.8<\/p>\n<p>TV-KRITIK Beeindruckend und informativ 3sat: &#8222;Isolator II&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr einen 48j\u00e4hrigen lautet die Diagnose: Krebs. Nur eine Knochenmarktransplantation k\u00f6nnte Heilung bringen (Sonntag, 21.45 Uhr). Offen wird dem Mann mitgeteilt, da\u00df die Behandlung eine sehr gro\u00dfe physische und psychische Belastung sein wird (f\u00fcr einen Teil der Patienten endet sie t\u00f6dlich), aber die Chance bedeutet, schmerzfrei leben zu k\u00f6nnen. Der Patient gibt sein Einverst\u00e4ndnis &#8211; auch f\u00fcr das Ansinnen Martin Zawadzkis, die gesamte Behandlung per Kamera festzuhalten.<br \/>\nDem Berliner Regisseur, der auch auf der 6. dokumentART in Neu-brandenburg einen Film vorstellte, ist ein spannender, sehr beeindruckender Dokumentarfilm gelungen. Er sagt vieles \u00fcber medizinische Verfahren aus &#8211; der Patient wird isoliert in einer keimfrei gemachten Raumzelle behandelt -\u201a doch steht immer der Mann mit seinen Empfindungen im Mittelpunkt. Ohne aufdringlich oder zu intim zu wirken, protokolliert der Film das dramatische Geschehen und vermittelt das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen allen Beteiligten. Als St\u00e4rke mu\u00df man hervorheben, da\u00df Zawadzki die Krankheit komplex von mehreren Seiten erfa\u00dft, wozu auch Szenen aus Meditationsgruppen geh\u00f6ren.<br \/>\nMarianne Vo\u00df<\/p>\n<p>Frankfurter Allgemeine Zeitung<br \/>\nNr. 69, Montag, 23. M\u00e4rz 1998, Seite 43<\/p>\n<p>Ihren Namen, bitte<br \/>\nKonkurrenz verzweifelt gesucht: Grimmes Preis<\/p>\n<p>(&#8230;) Martin Zawadzki (&#8222;Isolator II&#8220;, SFB\/ZDF\/3sat) und Andres Veiel (&#8222;Die Uberlebenden&#8220;, ZDF) vermochten ihren pers\u00f6nlichen Zugang zum Thema in einer Weise zu nutzen, die die Zuschauer in Grenzbereiche trieb und sie sehen lie\u00df, was man kaum ertragen konnte. Mehr noch als f\u00fcr Veiels Geschichte von drei Klassenkameraden, die Selbstmord begangen haben, gilt dies f\u00fcr Zawadzkis Dokumentation einer Knochenmarkstransplantation und die Wochen, die der Patient hernach auf der Isolierstation verbringen mu\u00df. (&#8230;)<br \/>\nMICHAEL HANFELD<\/p>\n<p>die tageszeitung<br \/>\nFreitag, 13. M\u00e4rz 1998<\/p>\n<p>Tod und Teufel<\/p>\n<p>Seine Grimme-Preise hat nun auch das 97er TV-Jahr. Fazit: Schwermut auf hohem Niveau (&#8230;) Auf ganz andere Art souver\u00e4n geht der Dokumentarfilmer Martin Zawadzki auf das Thema Tod zu. Sein Erstling &#8222;Isolalor II&#8220; (SFB\/ZDF\/3sat) zeigt die existentielle Bedrohung einer Knochenmarktransplantation in all seiner Brutalit\u00e4t. Der Film begleitet einen Patienten durch die sechs Wochen dauernde Therapie, die nur die H\u00e4lfte der Patienten \u00fcberlebt, und montiert diese klassischen Dokumentarbilder mit Versatzst\u00fccken anderer Genres. Entstanden ist so ein sehr konzentrierter Essayfilm \u00fcber den Weg vom Leben in den Tod ins Leben.(&#8230;)<br \/>\nKlaudia Brunst<br \/>\nDie Autorin war Mitglied der Jury &#8222;Allgemeine Programme&#8220;<\/p>\n<p>Der Tagesspiegel<br \/>\nNr.16290, Donnerstag, 26. M\u00e4rz 1998, Seite 35<\/p>\n<p>Die Isolierstation ist die H\u00f6lle<br \/>\n3sat wiederholt die grimmepreisgekr\u00f6nte Krankenhaus-Dokumentation &#8222;Isolator II&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich mu\u00df das einfach schaffen, egal wie. Ich schaff das auch.&#8220; Hans Werner Knechten gibt sich optimistisch. Doch die n\u00e4chsten Wochen werden f\u00fcr den 48j\u00e4hrigen zu einer schweren Pr\u00fcfung. Wegen b\u00f6sartiger Tumore im Knochenmark mu\u00df er sich einer lebensgef\u00e4hrlichen Knochenmarktransplantation unterziehen. Strahlentherapie und Chemotherapie inklusive. Das bedeutet 26 Tage Isolierstation, 26 Tage H\u00f6lle. W\u00e4hrend dieser Zeit hat der Berliner Regisseur Martin Zawadzki Knechten begleitet. Mit seinem Film &#8222;Isolator II&#8220; (heute, 23 Uhr, 3sat), der am Freitag mit dem Adolf Grimme Preis ausgezeichnet wurde, hat Zawadzki auch seine eigene Leidensgeschichte aufgearbeitet.<br \/>\nDenn 1989 lag der damals an Leuk\u00e4mie erkrankte Regisseur auf derselben Isolierstation der D\u00fcsseldorfer Universit\u00e4tsklinik. Fotos und Videoaufnahmen aus dieser Zeit zeigen Zawadzki mit kahlem, von der Therapie v\u00f6llig deformiertem Sch\u00e4del. &#8222;lsolator II&#8220; ist so zu einem sehr pers\u00f6nlichen Film geworden. der im Tonfall jedoch k\u00fchl und distanziert bleibt. Getragen wird diese beklemmende Collage vor allem von der Pers\u00f6nlichkeit Knechtens, der sein Leiden mit W\u00fcrde und Galgenhumor ertr\u00e4gt. Angesichts seiner behandlungsbedingten Entstellung erkl\u00e4rt er dem Filmteam trocken: &#8222;Wenn ihr mal so&#8217;n Gangsterfilm dreht, k\u00f6nnt ihr mich einladen.&#8220; ANDREAS BALZER<\/p>\n<p>Neue Z\u00fcricher Zeitung<br \/>\nSa\/So 5.\/6. Feb. 2000<\/p>\n<p>Mut machen f\u00fcr den Kampf gegen den Krebs<\/p>\n<p>lor. (&#8230;) Entwirft Connie Walthers Fernsehspiel ein eher zu rosiges Bild des Schicksals einer Krebspatientin, so ist die ebenfalls mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentation \u00abIsolator II\u00bb (1996) von Martin Zawadzki eine Herausforderung f\u00fcr den Zuschauer. Zawadzki, Jahrgang 1957, der sich 1989 selbst einer Knochenmarktransplantation (KMT) unterziehen musste, dokumentiert den sechsw\u00f6chigen Aufenthalt des KMT-Patienten Hans Werner Knechten auf der Isolierstation einer Grossklinik. Der Zuschauer erh\u00e4lt Einblicke in Prozeduren, die, so der Stationsarzt, \u00abdie Vorstellungskraft der Normalbev\u00f6lkerung weit \u00fcberschreiten\u00bb. Dennoch soll der Film, so will es Zawadzki, nicht deprimieren, sondern Leidensgenossen Mut machen, die Qualen dieser Maximaltherapie durchzustehen. In die Dokumentation von Knechtens Behandlung sind Photos und Videoaufnahmen montiert, die von Zawadzkis eigener Krankengeschichte erz\u00e4hlen. Bilder einer Zenzeremonie und Aussagen eines Psychotherapeuten stehen f\u00fcr spirituelle und psychosomatische Zug\u00e4nge zur Krankheit. Doch der Film enth\u00e4lt sich einer Wertung zugunsten des einen oder anderen Wegs. Entscheidend ist, dass der Patient seine Selbstheilungskr\u00e4fte aktiviert &#8211; auf welche Weise auch immer. F\u00fcr Zawadzki waren meditative Visualisierungs\u00fcbungen nach 0. Carl Simonton hilfreich, die aus dem 0ff zu h\u00f6ren sind. Der Lohn des 48j\u00e4hrigen Knechten f\u00fcr die Torturen ist &#8211; falls er die Transplantation \u00fcberlebt &#8211; wahrscheinlich nicht die Heilung, sondern ein Zeitgewinn: mehrere beschwerdefreie Jahre. Zawadzkis Film f\u00fchrt drastisch vor Augen, wie kostbar die Lebenszeit ist. Die Stimme vom Meditationsband mahnt zu kl\u00e4ren, was im Leben wichtig ist: \u00abWenn du zwingende Gr\u00fcnde f\u00fcr deinen Wunsch hast, gesund zu sein, dann werden sie dir helfen, tats\u00e4chlich gesund zu werden.\u00bb (Arte, 3. Febr.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2190 zur\u00fcck RHEINISCHE POST Nr. 261, Samstag, 9. November 1996 Der Isolator sch\u00fctzte Hans Werner Knechten vor t\u00f6dlichen Infektionen. 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